Donnerstag, 8. Mai 2008

Jubiläumsfeier auf der Ranch und Besuch der Kinder

Ende April hatte Peter sein 25-jähriges Jubiläum bei Siemens und wir wussten lange nicht, wie und wo das denn gefeiert werden sollte. Nach längerem Hin und Her entschieden wir uns, eine Fiesta auf der Ranch der Zamorras zu feiern. Da Alfred auch grade erst Geburtstag hatte, wurde eine Party für beide geplant.








Die ersten Vorbereitungen zum Fest - noch ohne Regen.












Viele Männer waren nötig, um den zweiten Pavillon nach unten zu schleppen.






Über unseren "Fleisch- und Wurstwaren Lieferservice" Egi wurden Bratwürste und Wiener geordert und er hatte auch gleich noch einen Koch zu Hand, der das Grillen für die beiden Männer übernehmen konnte. Christiane und ich haben uns dann um den ganzen restlichen Kram gekümmert.
Knapp zwei Wochen vor der Fiesta haben wir bei einem Telefonat mit unseren Kindern spontan beschlossen, dass uns die beiden auch besuchen kommen, um bei der großen Fete dabei zu sein. Die Flüge waren dann auch gleich gebucht und am Freitagabend kamen die beiden auch pünktlich hier in Monterrey an.
Da Christiane und Alfred sich am Samstagvormittag noch an einem sozialen Projekt der Firma beteiligen mussten, sind wir mit den Kindern mittags schon mal rausgefahren zur Ranch, um die Tische und Stühle zu arrangieren und alles ein wenig zu schmücken. Leider war ausgerechnet für dieses Wochenende Regen und Gewitter angesagt - nachdem es monatelang trocken war. Armando war aber der Meinung, dass das Wetter halten und uns ein Pavillon genügen würde. So fuhren wir erst mal wieder nach Hause, um uns umzuziehen. Als wir dann nachmittags wieder bei der Ranch ankamen, goss es natürlich in Strömen - auch noch, als gegen 17.00 Uhr die ersten Gäste eintrafen. Nach einiger Diskussion haben die Männer dann doch den zweiten Pavillon vom Reitplatz heruntergeschleppt. Als der dann endlich stand, kam prompt die Sonne zum Vorschein. Sebastian meinte dann nur, dass wir das vielleicht schon früher hätten machen sollen.


So wurde es dann doch noch eine lustige Feier, auch wenn wir uns beim Essen wie immer verkalkuliert haben und einiges übrig blieb. Da war dann das Essen für den nächsten Tag schon gesichert.

Nach der Übergabe der Geschenke.
Da die Kinder für acht Tage zu Besuch waren, haben wir am Mittwoch darauf eine Shopping-Tour nach McAllen unternommen. Außerdem haben wir mit ihnen auch noch einen Trip durch die Wüste gemacht und den Bioparque Estrella gezeigt. Und so waren dann diese acht Tage auch sehr schnell wieder vorbei und Christiane und Sebastian sind am Samtagabend wieder zurück nach Deutschland geflogen, da beide am Montag wieder arbeiten mussten.







Die Felszeichnungen bei Mina waren der Anfang unserer Tour in der Umgebung von Monterrey.







Für mich sind es jetzt auch nur noch fünf Wochen, bis ich zu einem langen Heimatbesuch nach Deutschland fliege. Hoffentlich haben wir dann auch in Deutschland ein Wetter, das man annäherend als Sommer bezeichnen kann.

Mittwoch, 2. April 2008

Zwei Männer, ein Jeep und ein Canyon

Was macht der gestresste Mann hier in Monterrey am Wochenende, um dem Arbeitstrott zu entfliehen - eine Fahrt mit dem Jeep durch unwegsames Gelände!


Das hatte Peter sich so für den Sonntag vorgestellt und als wir es Alfred erzählten, war der auch gleich Feuer und Flamme. Also wurde am Sonntagvormittag eine Brotzeit vorbereitet und dann ging es mit Alfreds Jeep los, erst mal Richtung Santiago. Nachdem wir noch einen Abstecher in Los Cavazos gemacht hatten, um wieder mal ein dekoratives Teil einzukaufen, fuhren wir in die Berge hinein.


Hier sieht der Weg noch ganz gut aus.
Gleich nach dem Wasserfall kann man auch die Schäden sehen, die der Waldbrand vor zwei Wochen angerichtet hat. Das Feuer hat ganz schön gewütet und das auf einer weiten Strecke. Nach einer kleinen Stärkung sind wir noch ein gutes Stück weitergefahren und in einem kleinen Pueblo (den Namen weiß ich leider nicht) ist Alfred plötzlich nach rechts abgebogen. Dort, so meinte er, könnte man durch den Canyon bis nach Huasteca fahren, ein Park an der Grenze zwischen San Pedro und Santa Catarina.
Wir kamen eigentlich auch ganz gut voran und haben eine Stelle erreicht, wo einige Kletterer sich an einer steilen Wand versuchten. Danach allerdings wurde es ziemlich abenteuerlich: der Weg führte weiter durch ein Flussbett und immer wieder sind Christiane und ich ausgestiegen, um große Steine aus dem Weg zu räumen. Peter musste Alfred bei jeder schwierigen Stelle lotsen und Christianes Laune sank mit der Zeit Richtung Gefrierpunkt.

Da war´s dann nicht mehr so lustig.


Mir war manchesmal auch ganz schön mulmig und ich weiß nicht genau, wieviel Strecke wir zurückgelegt hatten, aber an einer ganz besonders schwierigen Stelle bin ich dann ein gutes Stück voraus gegangen, um zu sehen, wie es danach aussieht. Als ich dann sah, was für große Brocken mittendrin liegen, bin ich schnell zurück und habe unseren Männern erstmal nahegelegt, es sich selbst anzuschauen. Die sind sogar noch weitergegangen als ich, und als sie zurückkamen, war klar, dass wir auch mit dem Jeep nicht weiterkommen.




Aber wie kommt man in so einer - im wahrsten Sinne des Wortes - verfahrenen Situation wieder zurück? Indem man einige Meter zurück "hoppelt" und dann mit viel hin- und herrangieren das Auto umdreht. Noch einmal mussten Christiane und ich tief Luft holen, als beim Durchqueren des Flussbetts plötzlich ein Hinterreifen in der Luft hing, aber mit ziemlich viel Glück haben die Männer auch diese Situation gemeistert.




Allerdings waren auch Alfred und Peter froh, als wir heil und ohne Schramme wieder aus dem Canyon raus waren - am meisten wohl aber Christiane.

Montag, 31. März 2008

Mexico City - Teil 2

Für den Dienstag hatten wir den Besuch des national-historischen Museums eingeplant. Wir haben zwar schon größere und teils auch schönere Museen besichtigt, aber es war doch sehr interessant. Leider hatten wir in manchen Räumen Schwierigkeiten, den Anfang zu finden und bei manchen Stücken fehlt einfach eine genauere Beschreibung. Trotzdem haben wir praktisch fast den ganzen Tag darin verbracht.
Bellas Artes und im Hintergrund die Hauptpost von Mexico City in der Abenddämmerung.
Angefangen haben wir den Tag aber im "Sanborns", wo wir gefrühstückt haben, und danach sind wir noch in der Hauptpost vorbei, um Postkarten aufzugeben. Sowohl Sanborns als auch die Post befinden sich in zwei wunderschönen alten Gebäuden.
Am Nachmittag sind wir dann etwas früher wieder im Zentrum und in der Nähe des Hotels gewesen, weil eine Demonstration am Zócalo abgehalten wurde, die anscheinend von Obrador, dem Gegenkandidaten des Präsident Calderon ausging. Die Straßen und Plätze waren voll mit Mitgliedern verschiedenster Gruppierungen und wir waren dann froh, wieder im Hotel zu sein.
Am nächsten Tag sind wir dann zuerst zum Technikmuseum der CFE, denn dort gibt es einige alte Lokomotiven und Pullman-Waggons zu besichtigen. Leider durfte man in dem Pullman nicht fotografieren, aber die Besichtigungs-Show, die um den Waggon veranstaltet wird, ist wirklich nett gemacht.



Im CFE-Museum.












Das Museum der Eisenbahner-Gewerkschaft.



Danach haben wir dann mit Hilfe eines jungen Taxifahrers das kleine Eisenbahnmuseum der Eisenbahner-Gewerkschaft gefunden. Das kennt kaum jemand und ich hatte es auch nur durch Zufall im Internet gefunden. Auch unser Fahrer war sehr überrascht und hat sich der Besichtigung gleich mit angeschlossen. Nachdem wir erklärt hatten, wer wir sind und woher, sind die zwei "alten" Eisenbahner, die sich um die Ausstellung kümmern, auch richtig aufgetaut und haben uns ihr ganzes Wissen mitgeteilt.
Am Donnerstag stand zuerst das Castillo Chapultepec auf dem Programm. Von dort oben hat man auch einen schönen Blick über die Stadt und die historischen Räume sind sehr schön erhalten.



Im Innenhof von Chapultepec.










Anschließend sind wir mit dem Touribus nach Coyoacán gefahren - das Stadtviertel, das mir am besten gefallen hat. Dort steht das blaue Haus von Frida Kahlo und Diego Rivera, das jetzt ein Museum ist. Danach haben wir noch die Markthallen im Zentrum durchstreift, die uns sehr an einen türkischen Basar erinnert haben. Dort findet man alles von Gewürzen bis zu Souvenirs und nicht teuer.
Den Freitag haben wir dann ruhig ausklingen lassen mit einem abschließenden Bummel durch das Zentrum und dann ging´s am Nachmittag zurück nach Monterrey, wo wir und dann am Wochenende von dem doch ganz schön anstrengenden Besuch in Mexico City erholt haben.





Das blaue Haus der Malerin Frida Kahlo.









Donnerstag, 27. März 2008

Sechs Tage in Mexico City - Teil 1

Wenn man schon drei Jahre in diesem Land lebt, muss man wenigstens einmal ein paar Tage in Mexico City verbringen. Jeder hatte uns geraten, diesen Besuch in die Karwoche zu legen, denn da wären die Einwohner fast alle am Meer. Also hatten wir für diese Zeit ein Zimmer reserviert und die Flüge gebucht. Nun mag es ja sein, dass die Bewohner zum großen Teil ihren Urlaub am
Der Zócalo im Zentrum der Stadt.
Meer verbracht haben, aber anscheinend hatten sich etwa die Hälfte der übrigen Mexikaner entschlossen, ihrer Hauptstadt auch einen Besuch abzustatten - und so war dann an allen interessanten Orten alles voller Menschen. Um dem größten Gedränge zu entgehen, waren wir schon immer früh unterwegs und so haben wir dann doch einiges in aller Ruhe anschauen können.
Als wir Samstagnachmittag ankamen haben wir erstmal eine dreistündige Rundfahrt mit dem Touribus gemacht, um einen Überblick zu haben. Diese Busse sind eine tolle Sache, denn man kann aus- und einsteigen, wann immer man möchte.
Am nächsten Tag haben wir dann erstmal den Zócalo und seine Umgebung besichtigt. Leider wurde der Platz selber etwas beeinträchtigt durch ein riesiges, aus Bambus gebautes Gebäude, in dem eine Bilderausstellung zu sehen ist, die täglich eine riesige Menschenmenge sehen wollte. Uns hat sie jetzt nicht soviel gegeben, aber wem´s gefällt. Da auch Palmsonntag war, waren auf dem Platz auch sehr viele Indianer, die geflochtene Zweige und Kreuze verkauften, ebenso konnte man auch etliche federgeschmückte indianische Tänzer beobachten.



Blick über einen Teil von Mexico City.


Viel interessanter fanden wir da schon den Templo Mayor, eine Ausgrabungsstätte gleich neben der Kathedrale. Auch die Kathedrale selber haben wir uns natürlich angeschaut, sowie den Regierungspalast. Überhaupt gibt es dort im Zentrum einige schöne alte Gebäude aus der Kolonialzeit. Danach sind wir auf die Aussichtsplattform des Torre Latinoamerica rauf und haben den Blick über die riesige Stadt bewundert. Nachmittags wollten wir dann eigentlich das Technikmuseum von der staatlichen Stromgesellschaft CFE anschauen. Leider war das für ein paar Tage geschlossen und so sind wir dann nur durch den dortigen Teil des Bosque Chapultepec spaziert.

Die alte und neue Basilika der Virgen de Guadalupe.





Für den Montag hatte ich schon vorher im Internet eine Tour zur Basilika der Guadalupe und zur Pyramide von Teotihuacán gebucht. Die Basilika ist allein schon sehenwert wegen ihrer starken Neigung. Der vordere Gebäudeteil hat sich mit der Zeit immer weiter gesenkt und wird jetzt im Inneren mit einer wilden Verstrebung zusammengehalten. Peter und ich haben uns nur angeschaut, denn in Deutschland wäre sie wahrscheinlich längst für Besucher gesperrt. Wunderschön sind die Gärten unterhalb der Basilika mit dem Denkmal zu ehren der Virgen de Guadalupe.





Die Gartenanlage bei der Basilika.






Danach sind wir dann raus nach Teotihuacán gefahren. Das schöne an der Tour war, das wir nur eine Gruppe von 10 Leuten waren und auch die Tourleiterin eine ganz nette und lustige war.
Leider war auch die Tempelanlage sehr gut besucht und so haben wir es uns verkniffen, hinauf auf die Pyramide zu steigen. Die Schlange der Anstehenden war uns dann doch zu lang und so sind wir lieber herumgelaufen und haben uns alles andere genau angesehen. Außerdem kann man auch auf einige andere Bauten hinaufsteigen und hat so auch einen guten Überblick über die gesamte Anlage. Nachdem wir noch ein paar Mitbringsel erstanden hatten, fanden wir diesen Tag echt gelungen.











Die Menschenschlange windet sich um und auf der Pyramide.

Montag, 3. März 2008

Alte Steine, Wüste und mehr

Nachdem wir vor zwei Wochen ein total faules Wochenende verbracht hatten, wollten wir Sonntag vor einer Woche mal wieder ein bisschen raus aus der Stadt. Da wir schon von zwei Seiten gehört hatten, dass das Museum in Mina sehenswert ist und es in der Nähe auch eine kleine archäologische Stätte mit Felszeichnungen gibt, beschlossen wir, einen Ausflug dorthin zu unternehmen. In der Straßenkarte hatten wir auch noch einen anderen Ort entdeckt, wo es angeblich Felszeichnungen geben soll. Da Mina nur ca. eine Stunde von Monterrey entfernt ist, dachten wir, wir könnten beides in einem Aufwasch abhaken. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn für "Boca de Potrerillos" - so heißt die archäologische Zone - benötigt man schon ein bisschen Zeit, wenn man alles genau anschauen will. Und das Museum in Mina ist auch nicht ganz so klein.








Die Zeichnungen sind zwar nicht so aufwändig, aber ganz interessant.


Außerdem war dann auch klar, das ein großer Teil der Wege zu "La Mula" (den anderen Felszeichnungen) nicht geteert sondern nur Schotter- und Sandpisten sind. Da kommt man natürlich nicht so schnell vorwärts und so beschlossen wir, diesen Teil als gesonderte Tour zu machen.







Das Museum in Mina
Das wollten wir dann gestern und sind dafür auch schon ein bisschen eher losgefahren. Leider ist hier die Gegend nicht so gut touristisch erschlossen und sobald die geteerten Wege enden, endet eigentlich auch jegliche Beschilderung. Man braucht dann einen guten Riecher, um noch da hinzugelangen, wo man hin möchte. Zum Glück haben wir im Internet einen relativ gut detaillierten Kartenausschnitt gefunden und so kamen wir dann auch nach Presas de la Mula. Aber wie gesagt, Schilder sind hier echte Mangelware und dementsprechend war auch weit und breit nichts von irgendwelchen Felszeichnungen auszumachen. Da müssen wir doch noch mal im Internet recherchieren - vielleicht bekommen wir noch genauere Angaben dazu.
Dadurch haben wir unsere Route abgeändert, weil wir uns in dieser beginnenden Wüste nicht auf Experimente einlassen wollten. Stattdessen sind wir in Paredon gelandet, wo laut Karte zwei Eisenbahnlinien zusammentreffen. Und was finden wir im "Nirgendwo"? Tatsächlich einen Bahnhof, einen Bergezug, einen Haufen Eisenbahnschrott - und eine Dampflok. Ein wahres Paradies für Peter! Ich will das jetzt nicht alles näher erläutern, denn das ist eigentlich eine eigene Geschichte, die Peter selber schreiben muss. Außerdem kennt er sich nunmal in der Richtung viel besser aus als ich -und ich bin ja nicht ganz so fanatisch, was Eisenbahnen betrifft.


Hier breitet sich zunehmend Wüste aus.


Aber so hatte sich der Ausflug doch noch gelohnt und interessant war es in der Wüste allemal. Mit Peters gutem Orientierungssinn haben wir dann auch die Piste Richtung Saltillo und damit den Weg nach Hause gefunden.
Vertrocknete Büsche weht der Wind herum.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Übers Wochenende in Guanajuato


Um soviel wie möglich von Mexiko zu sehen, nutzen wir auch die verlängerten Wochenenden für kurze Reisen. Letztes Wochenende war so eines und deshalb hatten Peter und ich beschlossen, nach Guanajuato zu fliegen. Das liegt ca. 750 km von Monterrey entfernt quasi in der Mitte des Landes auf gut 2000 m Höhe.
Im Zentrum befindet sich auch das Theater




Eine der Hauptstraßen Guanajuatos








Das Wetter hatte es auch gut mit uns gemeint, denn wir brauchten zwar abends eine Jacke, aber tagsüber war es etwa 25 Grad warm und die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel. Wir sind Freitag abend gegen 22.00 Uhr im Hotel angekommen und da dieses genau im Zentrum liegt, sind wir gleich losgezogen zu einem kleinen Spaziergang mit anschließendem Besuch in einem Straßencafe. Auf den Straßen und Plätzen war jede Menge los und vor fast jedem Lokal rund um Jardín Unión gab es Livemusik. Was sich manchmal ein bisschen schräg anhörte, so dicht nebeneinander. Aber so gefällt das den Leuten hier: Hauptsache laut, bunt und richtig viel los - und wir waren mittendrin.

Einer der vielen kleinen Plätze in der Stadt





Am Samstag sind wir dann nach dem Frühstück zu einer kleinen Bus-Agentur und haben eine Tour durch Guanajuato gleich im Anschluss und eine Tagestour nach Dolores Hidalgo und San Miguel de Allende für Sonntag gebucht. Nachdem wir festgestellt hatten, das es zeitmäßig noch reicht, haben wir auch noch den Ausflug am späten Samstag nachmittag zur Christusstatue ein paar Kilometer außerhalb gebucht. So waren die zwei Tage recht schnell ausgefüllt.






Die Kussgasse - früher ein Treffpunkt für Verliebte


Los gings mit dem Besuch des Mumienmuseums. Das fand ich total interessant, aber leider gefiel es Peter überhaupt nicht. Ihm ist fast schlecht geworden beim Anblick all der Leichen. Ich hätte sie mir schon noch etwas länger angeschaut, aber dann ging es sowieso schon weiter durch die Stadt zur Valencia-Mine. Dort haben wir uns erst die dazugehörige Barockkirche angeschaut. Wir hatten Glück mit unserem Führer, denn der wusste wirklich eine Menge geschichtlicher Details zu erzählen. Die Mine selbst ist eigentlich nur ein kurzer Abstieg über eine steile Treppe in einen Stollen, der nach ein paar Metern schon wieder endet. Aber auch dort erfuhren wir eine ganze Menge über die Historie der Minen in Guanajuato.


Danach waren wir bei einer Dulceria, im Museo de la Inqusición und sind dann durch etliche Tunnels unter der Stadt durchgefahren. Das Zentrum Guanajuatos ist zum großen Teil untertunnelt, da die engen Gassen und Straßen oberhalb den Verkehr nicht bewältigen könnten. Damit hat man vor ungefähr hundet Jahren angefangen und es werden immer noch neue Tunnels gebaut. Am interessantesten ist, das es dort unten kaum Hinweisschilder gibt und wer nicht ganz genau weiß, in welche Richtung er fahren muss, lässt das am besten gleich bleiben.


Hier geht es in einen der Tunnel


Schließlich sind wir noch über die Panoramastraße zum Denkmal des Pípila gefahren, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hat. Peter und ich sind von dort aber nicht mehr mit dem Bus zurück in die Stadt sondern haben die Funicular genommen, eine Standseilbahn, die direkt in der Nähe des Hotels endet.





Blick über Guanajuato

Nachdem wir bei einem Kaffee etwas relaxt hatten, startete auch schon die Fahrt zu El Christo Rey. Das ist eine 20 m hohe Christusstatue, die auf einem Hügel ein paar Kilometer außerhalb der Stadt steht. Dieser Hügel gilt als die Mitte von Mexiko und man hat von dort oben eine wunderbare Sicht über das Land und wir haben noch einen herrlichen Sonnenuntergang erlebt. Damit war dann der erste Tag schon vorbei und nach einem leckeren Abendessen in einem italienischen Lokal haben wir bei einem Spaziergang auch noch eine der berühmten Callejoneadas gesehen. Das sind junge Leute, die singend und musizierend durch die Straßen laufen und die Zuschauer schließen sich - zum großen Teil auch singend - mit an. Wir sind dann auch noch ein Stück mitgegangen und anschließend noch in eines der Straßencafes.


El Christo Rey










Am Sonntag nach dem Frühstück hatten wir dann grade soviel Zeit, um noch ein paar Fotos vom Zentrum und der Callejon de Beso (Kußgasse) zu machen. Dann mussten wir auch schon zum Treffpunkt, um nach Dolores Hidalgo zu fahren. Dort begann im September 1810 nach dem Grito de Independencia (Schrei der Unabhängigkeit) durch Pfarrer Miguel Hidalgo der Kampf um die Unabhängigkeit Mexikos. Auch da hatten wir wieder einen sehr gut informierten Führer, der uns die Geschichte sehr ausführlich erzählte.



Hier erfolgte der Schrei nach Unabhängigkeit






Bevor wir aber in Dolores Hidalgo ankamen, haben wir noch einen Friedhof am Anfang der Stadt besichtigt. Dort ist das Grab des Alfredo Jiménez, eines in Mexiko ganz berühmten Liedermachers. Wir kennen zwar den Liedermacher nicht, aber sein Grab ist schon sehenswert. Es hat die Form eines großen Sombreros mit einem mexikanischen Umhang. Sehr bunt und sehr ungewöhnlich.



Nachdem wir die Geschichte Hidalgos gehört hatten, sein Haus und den zentralen Platz besichtigt hatten, fuhren wir mit Zwischenhalt bei einem Artesanías-Laden und einem Restaurant weiter nach San Miguel de Allende.






Parroquia (Pfarrkirche) San Miguel Arcángel













Dort gibt es außer den vielen Kirchen auch jede Menge kleiner nostalgischer Innenhöfe mit Restaurants oder Läden, die allerlei Kunsthandwerk anbieten. Aber man findet auch etliche Galerien und Juweliere. Insgesamt ist es eine sehr lebhaft und bunte Stadt, wohl durch die vielen Ausländer, die hier leben, und natürlich durch die vielen Touristen. Jedenfalls kann man sehr gut kleinere oder größere Mitbringsel und Geschenke einkaufen, und das haben wir auch gemacht. Den Abschluss bildete dann die Fahrt zu einem Aussichtspunkt über der Stadt. Dort konnten wir noch einmal einen herrlichen Sonnenuntergang erleben und haben uns dann auf den Rückweg gemacht.







Abendstimmung über San Miguel de Allende







Leider mussten wir schon am Montagmorgen wieder zurückfliegen, aber trotzdem haben wir dieses Wochenende sehr genossen und die Zeit so gut wie möglich ausgenutzt.

Montag, 14. Januar 2008

Ausflug ins Thermalbad

Gestern haben wir einen richtig schönen Tag verbracht. Wir fuhren vormittags mit Christiane und Alfred los Richtung Garcia zu den Thermalquellen von San Joaquin. Die liegen ca. 80 km von Monterrey entfernt und es gibt dort ein öffentliches Bad und ein Hotel. Die Strecke führt durch eine relativ karge, aber interessante Landschaft mit winzigen und teilweise sehr erbärmlichen Dörfern. Wir haben uns mehr als einmal gefragt, wovon die Menschen dort eigentlich leben.




Weil wir auch ein Stück an der Bahn entlang fuhren, mussten wir natürlich auch da einen Fotostopp einlegen. Nachdem Peter ein paar Fotos von den Gleisen gemacht hatte, fuhren wir wieder weiter. Und wie es der Zufall so will, kam doch grade dann der Zug vorbei als wir uns schon wieder ein gutes Stück entfernt hatten. Armer Peter - er hat sich so geärgert, dass er keine Fotos mehr von dem Zug machen konnte. Christiane und ich haben nur gegrinst.
Nach weiteren Zwischenstopps kamen wir mittags bei dem Hotel an. Da wir Hunger hatten, sind wir zuerst ins Restaurant. Dort war nicht viel los und wir sind als Fremde natürlich sofort aufgefallen, sodass nach ein paar Minuten der Geschäftsführer kam und sich nach unseren Wünschen erkundigte. Zuerst mal wollten wir ja essen und als wir im sagten, das wir uns auch über das Hotel informieren wollten, bot er uns nach dem Mittag eine Führung durch die ganze Anlage an.


Das Hotel besteht erst seit sechs Monaten und ist ganz schön, wenn auch ein bisschen teuer. Aber ein Wochenende ist schon mal drin. Am besten ist das Thermalbad mit seinem 42 Grad heißen schwefelhaltigen Wasser. Außerdem gibt es noch ein Schwimmbad mit Fitnessraum und die Zimmer sind auch sehr schön. Nach der Führung sind wir dann rüber zum öffentlichen Bad und haben uns eine Stunde Erholung gegönnt.






Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht, wobei wir die andere Strecke vorbei an einer alten Mission und über Mina gewählt haben. Die Mission besteht nur noch aus verfallenen Gebäuden, ist aber einen Fotostopp wert. Vor allem, weil wir gestern so ein tolles sonniges und klares Wetter hatten.
Als wir dann gegen Abend wieder in Monterrey ankamen, waren wir doch alle ganz schön geschafft von dem Aufenthalt in dem Thermalbad.